Masochismus

Die Lust, von sexueller Erregung beim Erdulden von körperlichen oder
seelischen Misshandlungen. Diese Neigung ist häufiger bei Männern als bei
Frauen anzutreffen. Der Masochist duldet lustvoll und oft mit Genuss die
Demütigungen und Züchtigungen durch seinen Partner oder eine andere
dominierende Person und kommt dabei auch zum Höhepunkt.
Der Begriff des Masochismus ist auf den Schriftsteller Leopold von
Sacher-Masow (1836-1898) zurückzuführen. Sacher-Masow wurde insbesondere
durch den Roman “Venus im Pelz” bekannt.

Vulva

Als Vulva bezeichnet man die Gesamtheit der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Das sind der Venushügel, die großen und kleinen Schamlippen, der Kitzler (Klitoris), die Harnröhrenöffnung und der Scheideneingang. Der Venushügel, die großen Schamlippen und die kleinen Schamlippen begrenzen die Vulva. Der Kitzler liegt an der vorderen Umschlagfalte der kleinen Schamlippen und ist ein schwellfähiges, mit Nerven und Sinneskörperchen reich versehenes Organ und daher besonders berührungsempfindlich. Die Schamlippen umschließen den Scheidenvorhof, in die die Harnröhrenöffnung und weiter hinten die Scheide mündet.

Analdusche / Einlauf

Ein Einlauf (andere Bezeichnungen: Klistier, Klysma) bezeichnet die Prozedur, Flüssigkeit rektal über den Anus in den Darm einzuleiten.

Die Anwendung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Es wird zwischen dem „großen Einlauf” und dem „kleinen Einlauf” (Klistier/Miniklistier) unterschieden. Beim großen Einlauf läuft die Flüssigkeit aus einem Beutel (Irrigator) über einen Schlauch und ein in den Anus eingeführtes Darmrohr in den Darm. Dabei wird die Schwerkraftwirkung ausgenutzt. Je höher der Beutel hängt, mit desto mehr Druck fließt die Flüssigkeit ein – ist der Druck zu stark, so kann der Beutel niedriger gehängt werden, ohne den Einlauf abbrechen zu müssen. Beim Klistier wird die Flüssigkeit von Hand eingespritzt. Hierfür wurden früher Klistierspritzen oder eine Art kleiner Gummibalg verwendet; heute werden Klistiere/Miniklistiere üblicherweise als Fertigprodukte aus der Apotheke verwendet. Eine besondere Technik des Einlaufs stellt die Irrigation dar, diese Technik stammt aus der Stomaversorgung und wurde für die Behandlung von Stuhlinkontinenz weiter entwickelt.

Frigidität

Unter Frigidität (von frz. frigide = kühl/kalt) werden diverse Störungen der weiblichen Sexualität zusammengefasst. Der Begriff ist als Fachausdruck veraltet, ist aber allgemeinsprachlich nach wie vor pupulär. Frigidität äußert sich in geringem sexuellem Verlangen oder geringem sexuellen Genuss und tritt bei ca. 35% aller Frauen mindestens einmal im Leben während einer mehr oder weniger langen Phase auf. Es kann sich hierbei um eine krankhafte Störung handeln, oftmals ist dies jedoch nicht der Fall. Die analoge Störung beim Mann wird als Impotenz bezeichnet.

Es kann in jeder Lebensphase zu Beeinträchtigungen der Sexualität kommen: Verminderte Libido (mangelndes sexuelles Verlangen), Störungen der sexuellen Erregung und Orgasmusstörungen gehören zu den sexuellen Dysfunktionen. Des Weiteren können durch sexuelle Aktivität bedingte Schmerzen auftreten.

Phallussymbol

Hiermit meint man Gegenstände, die auf Grund ihres Rufes oder ihrer Formgebung eine Assoziation zum männlichen Glied darstellen. Sie werden als Phallussymbole bezeichnet. Beispiele für solche sind: Zigaretten, Bananen, Lutscher, Gurken, Kerzen, im extremen sogar Bohrtürme und ähnliches…

Priapismus / Dauererektion

Als Priapismus (latinisierte Form des griechischen πριαπισμός, priapismós – die Erektion) wird eine schmerzhafte Dauererektion des Penis bezeichnet, die länger als zwei Stunden anhält und unbehandelt zu erektiler Dysfunktion führt. Eine möglichst sofortige Behandlung ist daher zur Vermeidung von Dauerschäden unbedingt erforderlich.

Die weibliche Entsprechung wird Klitorismus genannt (allerdings heißt auch die bloße Hypertrophie der Klitoris so).

Der Name ist vom griechischen Gott Priapos hergeleitet, dem Sohn der Aphrodite und des Dionysos, der als Fruchtbarkeitsgott bildlich mit übergroßem, erigierten Penis dargestellt wurde.

Beim Priapismus sind beide Schwellkörper steif, die Eichel und das corpus spongiosum jedoch schlaff. Diese Erektion ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch mit keinerlei Lustgefühl verbunden. Wenn der Priapismus nicht behandelt wird, klingt die Erektion erst nach zwei bis drei Wochen spontan ab – in aller Regel sind die Schwellkörper des Penis dann jedoch fibrös umgewandelt, und die Erektionsfähigkeit des Penis ist verloren gegangen.